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Hintergrund von Krav Maga

Krav Maga ist hebräisch und bedeutet Kontaktkampf. Krav Maga ist Selbstverteidigung für den Ernstfall. Für Situationen in denen ihr euch oder andere verteidigen müsst. Und darin liegt auch schon der wesentliche Unterschied zu Kampfkünsten und Kampfsportarten. Krav Maga folgt keinen traditionellen Bewegungsabläufen oder sportlichen Wettkampfregeln, sondern trainiert den reinen Selbstschutz. ICCS Krav Maga erweitert die einfachen Grundlagen des Krav Maga mit Techniken aus MMA (Mixed Martial Arts). Dabei werden Elemente der heutzutage modernsten Kampfsportarten wie Boxen, Thai-Boxen sowie Ringen und Brazilian-Jiu-Jitsu verwendet.

 

Krav Maga hat keine Regeln

Bei einem Angriff oder Übergriff in der Realität gibt es keine Regeln. Deshalb ist Krav Maga auf maximale Wirkung ausgerichtet. Dabei werden unter anderem auch sehr brutale, sogenannte "Dirty Fight Techniken" eingesetzt. Vieles davon ist in sportlichen Wettkämpfen nicht erlaubt, wie etwa Schläge zum Kehlkopf, Stiche in die Augen, Tritte zwischen die Beine oder gegen die Kniescheibe. Krav Maga hat dadurch eine extrem hohe Wirkung für absolute Notsituationen. Das System wird auch von Kampfsportexperten, erfahrenen Kämpfern, Polizei, Militär und Zivilisten sehr geschätzt. Dies da es eine sehr hohe Effektivität und Praxistauglichkeit hat. Gerade durch die Dirty Fight Techniken haben auch zunächst unterlegen wirkende Menschen eine reale Chance, sich zu verteidigen.

 

Die Basis im Krav Maga sind unter anderem schnelle, harte Schläge, Ellbogen, Kniestöße, Tritte, Griffe und Techniken am Boden. Der Einsatz der Techniken orientiert sich am Notwehrgesetz und müssen dem Angriff entsprechend angemessen sein. Die eingesetzten Techniken können dabei sowohl präventive Angriffs- als auch reaktive Abwehrtechniken sein.

Die Grundlagen von Krav Maga sind leicht zu erlernen

Neben der hohen Wirksamkeit von Krav Maga zur Selbstverteidigung sind die Grundlagen relativ leicht zu erlernen. Das liegt daran, dass viele Bewegungsmuster im Krav Maga auf natürlichen Reflexen beruhen. Bewegungen, die uns teils schon angeboren sind. Die Bewegungsmuster der Grundlagen sind einfach gehalten. Und das hat auch seinen Grund. Wenn du unter hohem Stress agieren musst, z.B. weil du unerwartet angegriffen wirst, brauchst du einfache Muster und Abläufe, die du in überraschenden Situationen und unter hohem Einfluss von Adrenalin auch tatsächlich umsetzen kannst. Erfahrungsgemäß funktioniert das mit einfachen Bewegungen wesentlich besser als mit komplexen. Du bist damit in der Lage, in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen eine solide Basis im Bereich Selbstverteidigung zu entwickeln.

Es ist jedoch wichtig zu erwähnen das das erlernen einer sportlichen Tätigkeit wie auch Krav Maga eine ist, je nach Person viel Zeit in Anspruch nehmen kann, weil es aus vielen Bestandteilen besteht. Ein entscheidender Faktor ist beispielsweise auch die innere Haltung, das sogenannte Mindset. Um die bestmöglichen, realistischen Chancen einer erfolgreichen Verteidigung zu haben muss man eine grosse innere Überzeugung haben und je nach Gegner auch sehr gut sein. Dies zu lernen benötigt Zeit.

Alter und Geschlecht spielen bei Krav Maga kaum ein Rolle

Krav Maga ist für alle Geschlechter und fast alle Altersgruppen geeignet. Die Grundvoraussetzung ist eine normale und gesunde Belastbarkeit. Insbesondere Menschen, denen diese Fähigkeit zur Selbstverteidigung oftmals nicht zugetraut wird, z.B. einer zierlichen Frau, haben häufig den Vorteil des Überraschungsmoments. Es braucht jedoch Zeit zu lernen, dass man mit einer Kombination aus dem eigenen Mindset, den einfachen Techniken und dem richtigen Timing sehr viel erreichen kann.

Krav Maga beinhaltet eine einzigartige Unterrichtsdidaktik

Neben den oben genannten Techniken macht zudem die eindrucksvolle Unterrichtsdidaktik das System einzigartig. So wirst du im Training, natürlich immer unter Berücksichtigung des Sicherheitsaspekts, möglichst nah an reale Gewaltsituationen herangeführt. Du lernst beispielsweise einen Schlag abzuwehren, wenn du dem Angreifer direkt gegenüber stehst, du deine Hände schon zum Schutz oben hast und bereit für die Situation bist. Ebenso lernst du durch ausgefeilte Trainingsmethoden auch Angriffe abzuwehren, wenn diese völlig unvorbereitet kommen und deine Hände etwa unten sind. Auch völlig andere Settings werden trainiert, z.B. im Sitzen, im Liegen, im Dunkeln oder die Verteidigung gegen mehrere Angreifer. Ein guter Krav Maga Unterricht führt dich durch sogenannte Szenario-Drills an eine realitätsnahe Grenze, damit du in verschiedenen Konflikten möglichst gut bestehen kannst. Und der Aspekt Fun kommt dabei auch nicht zu kurz.

Krav Maga fördert körperliche Fitness und innere Stärke

Regelmässiges Krav Maga Training verändert die mentale Haltung und wirkt sich auf viele Menschen sehr positiv aus. Frauen, Männer, Teenager und Kinder lernen, dass in ihnen mehr steckt, als sie erwarten würden. Das oben genannte Vorgehen macht das Training spannend, intensiv und abwechslungsreich. Zudem werden die Fitness und der Körper trainiert. Am Ende einer Trainingsstunde stehen oft Abschlussdrills mit vielen Punches und Kicks im Vordergrund. Die gesamte Muskulatur ist im Einsatz. All das fördert intensiv deine Kondition und Leistungsfähigkeit. Menschen, die regelmäßig Krav Maga trainieren, sind körperlich sehr fit und belastbar und verfügen über eine starke innere Haltung.

Geschichte von Krav Maga

Imrich Lichtenfeld (Imi Sde-Or, geb. 1910 in Budapest) ist der Begründer von Krav Maga. Er unterrichtete zunächst ab 1944 Nahkampf in der Haganah. Dies war eine jüdische militärische Widerstandsorganisation in Palästina während des britischen Mandats (1920-1948). Aus dieser entwickelte sich später das Militär Israels. Ab Gründung des Staates Israels im Jahre 1948 unterrichtete er als Chefausbilder im Bereich Nahkampf und physische Fitness die IDF (Israel Defense Forces), die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Hier entwickelte er mehr und mehr das, was später unter dem Begriff Krav Maga bekannt wurde. Spannend daran ist, dass sich nicht ein beengter Personenkreis auf die Suche nach einem effektiven System gemacht hat, sondern in diesem Fall eine Streitkraft eines neu gegründeten Staates. Der Anspruch war ein Nahkampfsystem zu erarbeiten, das maximale Effektivität erzielt. Die Basis waren sportliche Systeme wie Ringen und Boxen sowie Kampfkünste wie etwa Jiu Jitsu. Denn Lichtenfeld war in jungen Jahren bereits ein erfolgreicher Boxer und Ringer und erlernte umfangreiche Jiu Jitsu Techniken von seinem Vater, der Polizist war. Ausgehend von dieser Grundlage entwickelte Imrich Lichtenfeld umfangreiche neue Techniken. Die Zielsetzung für das gesamte Krav Maga System war von Anfang an ganz klar: maximale Effektivität in tatsächlichen Bedrohungs- und Gefahrenlagen.

 

Bei vielen Kampfkünsten ist es häufig genau umgekehrt. Sie wurden in früheren Jahrhunderten ursprünglich für den Kriegseinsatz konzipiert. Im Laufe eines großen Zeitraumes fand nach und nach eine Transferierung in den Bereich des Wettkampfs statt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Bokator aus Kambodscha. Ursprünglich diente es als umfangreiches Verteidigungssystem auf dem Schlachtfeld. In der heutigen Zeit bestreiten damit Kämpfer ihren Lebensunterhalt bei Wettkampfveranstaltungen, die Tänze und traditionelle Rituale beinhalten. Selbstverständlich sind hier exzellente Fighter zu finden. Ebenso harte Schläge und Tritte. Aber: Die Ausrichtung hat sich von einem Kampfsystem ohne Regeln zu einem Kampfsportsystem mit Regeln verschoben.

 

Die Zielsetzung im Krav Maga ist eine andere. Die Regeln sind andere. Die Entwicklungsgeschichte ist eine andere. Wie eingangs erwähnt zielt es darauf ab, sich und andere in einer Gewaltsituation zu schützen. Interessanterweise bediente sich Krav Maga in seiner Entwicklung als eklektisches System zahlreicher Kampfsportarten, wie oben erwähnt: Boxen, Ringen, Jiu-Jitsu etc. Auf dieser Grundlage transferierte sich Krav Maga durch unzählige Überarbeitungen und Ergänzungen von Techniken zu einem reinen Selbstverteidigungssystem. Zu einem ohne Regeln und schon gar nicht sportlichen Regeln. Der Entwicklungsprozess ist damit im Vergleich zu unzähligen Kampfsportarten also genau umgekehrt.

Als Imrich Lichtenfeld 1974 die IDF verließ und in Pension ging, war sein Ziel, Krav Maga auch in den zivilen Bereich zu integrieren. Seinem Wunsch folgend, gründete Eyal Yanilov 1996 zusammen mit anderen Schülern von Lichtenfeld eine Organisation, für deren Curriculum er verantwortlich war. Mittlerweile ist KRAV MAGA in vielen Bereichen vertreten. Sowohl im zivilen Bereich, vom Kinder- bis zum Erwachsenentraining, als auch im Bereich Militär, Polizei, Behörden und Spezialeinheiten.

Falls du weitere Fragen hast, zögere nicht uns zu kontaktieren.

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